Ferdinand von Steinbeis

Der am 5. Mai 1807 im baden-württembergischen Ölbronn geborene Ferdinand von Steinbeis war der Wegbereiter für die Entwicklung der württembergischen Wirtschaft. Durch die von ihm veranlasste wirkungsvolle Förderung von Handel und Gewerbe konnte sich Württemberg zu einem fortschrittlichen Industriestaat entwickeln. Industrialisierung und Erziehung waren für Steinbeis zwei wesentliche Faktoren. Er hat daher in hohem Maße das gewerbliche Bildungswesen gefördert.

1848 wurde er zum Königlich Württembergischen Regierungsrat berufen und war Leiter der Zentralstelle für Handel und Gewerbe. Er gründete mehrere Gewerbeschulen und beschäftigte sich auch mit der Suche und Förderung junger Talente. Zu diesen zählte der spätere Automobilerfinder Gottlieb Daimler.

Steinbeis war von 1862 bis 1868 Abgeordneter im württembergischen Landtag. 1878 setzte er sich gegen die Schutzzoll-Politik von Reichskanzler Otto von Bismarck zur Wehr, blieb aber erfolglos und nahm daher 1880 Abschied von seinem Regierungsamt.

Ferdinand von Steinbeis starb am 7. Februar 1873 in Leipzig. Er wurde in einem Ehrengrab auf dem Alten Friedhof seiner Wahlheimat Ulm beigesetzt. Steinbeis ist Namensgeber für die Steinbeis-Stiftung, für verschiedene Hochschulen, viele Schulen und berufliche Fortbildungsstätten.